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Theresia Schüllner  |  ut poesis pictura

ut poesis pictura

 

»Wie die Poesie, so die Malerei« – Theresia Schüllner, seit ihrem Anglistikstudium eng mit der Literatur verbunden, widmet sich seit über zwanzig Jahren der künstlerischen Bearbeitung von Autographen insbesondere von Dichtern und Musikern.

 

Theresia Schüllner erfaßt die Autographen als Schrift-Zeichen mit ganz eigener graphischer und räumlicher Struktur, die sie durch Verfremdungstechniken wie die überdimensionale Wiedergabe einzelner Zeichen oder vertikal und horizontal gegeneinanderlaufende Zeilen zu einem Schrift-Bild verdichtet. Dazu tritt mitunter eine behutsame Farbigkeit, aber auch Bildelemente wie Porträts oder symbolische Gegenstände.

 

Theresia Schüllner zielt auf die Visualisierung des Schreibvorganges, der je besonderen Schriftsignatur, um über die Hand-Schrift auch der in sie eingeschriebenen Emotionalität des Schriftstellers auf die Spur zu kommen. So gewinnen die Bilder und Objekte eine ganz eigene Authentizität.

 

In ihrer Siebdruckwerkstatt werden die Autographen auf farbig angelegte Acrylbilder, Aquarelle und transparente Materialien (Folien, Gaze) gedruckt, häufig gerollt und in hohe Schriftstelen oder Buchobjekte verwandelt. Für ihre Arbeiten bevorzugt Theresia Schüllner den Ausdruck »druckgraphische Malerei«, da sich malerische und druckgraphische Bildelemente durchdringen.